Immobilienfotografie

Ein spezielles Kapitel ist der Bereich der Immobilienfotografie. Und ein trauriges Kapitel dazu. Nahezu alle Onlineangebote mit Objektbildern sind sichtbar von Laien mit laienhaftem Werkzeug gemacht. Dies gilt auch für Angebote sogenannter Profis, der Immobilienmakler. Nur sehr wenige Makler verfügen meiner Erfahrung nach über das entsprechende Equipment, geschweige denn eine derartige Ausbildung oder wenigstens Zusatzausbildung. Von Privatangeboten ganz zu schweigen.

Die Ausrüstung

Nicht jeder Raum bietet von Natur aus eine perfekte Beleuchtung, sprich helle Fenster bei strahlendem Sonnenschein. Externe, professionelle Lichtquellen, sprich Strahler mit weißem Schirm machen in solchen Fällen Sinn.

Ebenso ist ein Stativ sinnvoll, wenn die Belichtungszeit sinnvollerweise so gewählt werden muss, dass eine Belichtung aus der Hand geschossen, zu Verwacklern führen würde. Statt eines Stativs einfach die ISO-Zahl hochdrehen oder noch schlimmer, die ISO Zahl gleich von der Automatik bestimmen lassen, no go.

Eine Spiegelreflexkamera und ein, besser zwei lichtstarke Zoomobjektive kommen hinzu. Sinnvoll ist ein Superweitwinkel und ein Telezoom für Detailaufnahmen.

Das Setting

Hier kommen wir schon in einen Grenzbereich zum Homestaging. Es ist ein ausgesprochen seltener Glücksfall, wenn eine Wohnung oder ein Haus, sofern noch bewohnt, in einem Zustand ist, der ein direktes Losfotografieren ermöglicht. In den meisten bewohnten Räumen ist mit einer Reduktionsphase zu rechnen, vollgestellte Räume wirken kleiner, als sie wirklich sind.

Das Gegenstück zu vollgestellten sind komplett leere Räume. Hier ist eine Vorarbeit mit einigen Accessoires überaus sinnvoll.

Licht

SaunaLichtquellen im Raum, eine schöne Deckenlampe, eine Stehlampe, Nachttischlampen (sofern Nachttische vorhanden) und die vom Fotografen mitgebrachten Beleuchtungssysteme schaffen ein behagliches Ambiente. Sie sollten selbst am Tag eingeschaltet werden. Eine besondere Herausforderung stellen Kellerräume wie Sauna, Bar, Hobbyraum oder Ähnliche dar. Hier ist ohne zusätzliche Lichtquellen in aller Regel kein gutes Ergebnis zu erzielen.

Aussenaufnahmen

Gerade bei Aussenaufnahmen von Gebäuden macht ein Superweitwinkelobjektiv Sinn. Und in aller Regel ist die digitale Nachbearbeitung, Stichwort stürzende Linien, absolut zu empfehlen.