Fünf gravierende Irrtümer beim Immobilienverkauf

… kommen immer wieder vor.

Irrtum 1: Die lokale Zeitungsanzeige reicht doch

Natürlich erreichen Sie mit einer lokalen Zeitungsanzeige einen relevanten Anteil der in Frage kommenden, potentiellen Käufer. Aber sind Sie wirklich sicher, dass der Interessent aus Städten, die mehrere hundert Kilometer entfernt sind und aus beruflichen Gründen in Ihre Stadt wechseln möchte oder muss, auch Ihre Lokalzeitung liest? In der Regel wohl eher nicht. Wer die Zeitungsanzeige als einzigen Kanal nutzt, verpasst mitunter die besten Interessenten.

Irrtum 2: Der Markt läuft zugunsten der Verkäufer, da lohnen zusätzliche Anstrengungen nicht.

Ob eine Immobilie eher im oberen oder im unteren Drittel des Marktsegments landet, entscheidet sich mitunter an Kleinigkeiten. Potentielle Interessenten scannen den Markt sehr sorgfältig und keineswegs nur auf die Kerndaten hin. Den Ausschlag, ob eine Immobilie für den ernsthaften Interessenten in Frage kommt, geben oft Kleinigkeiten. Der Wohlfühlfaktor muss stimmen.

Irrtum 3: Ich habe doch eine gute Kamera, das reicht.

Mal ganz ehrlich, selbst sogenannte Profis, sprich Immobilienmakler, arbeiten häufig mit laienhaftem Equiment und Verständnis an Immobilienfotos. Eine professionelle Ausrüstung plus gute Kenntnisse in der digitalen Nachbearbeitung von Fotos sind eher die Ausnahme. Dabei ist der Unterschied zwischen professionell und laienhaft gemachten Fotos gewaltig. Nähere Informationen zum Thema Immobilienfotografie finden Sie hier.

Irrtum 4: Ich habe mich in meinem Haus (meiner Wohnung) zwanzig Jahre wohlgefühlt, das geht dem Interessenten auch so.

Natürlich hängt man als privater Immobilienverkäufer, der eine Immobilie lange selbst bewohnt hat, am Objekt. Das ist völlig normal. Nur hat der potentielle Interessent vielleicht gänzlich andere Bedürfnisse, einen anderen Geschmack, andere Vorlieben. Es lohnt durchaus eine noch bewohnte Immobilie unter dem Gesichtspunkt möglichst neutraler Gestaltung vor einem Besichtigungstermin zu verändern. Homestaging, die Kunst, der Immobilie eine Bühne zu geben, bringt bessere Ergebnisse. Was für jeden Autoverkäufer eine Selbstverständlichkeit ist, das Objekt in einen möglichst präsentablen Zustand zu bringen, ist im Immobilienverkauf noch lange nicht selbstverständlich.

Irrtum 5: Bei dieser Nachfrage bekomme ich automatisch den besten Preis.

Der in der Praxis wohl  teuerste Irrtum von Immobilienverkäufern. Natürlich ist die Nachfrage, insbesondere in begehrten Städten und Lagen hoch. Das wissen die Käufer allerdings auch. Und sie wissen, sofern es sich um ernsthafte Interessenten und nicht die sogenannten Immobilientouristen handelt, um ihre finanziellen Grenzen und Spielräume. Stellen Sie sich einen Moment einen potentiellen Käufer vor, der vor der Entscheidung steht, eine Immobilie zu erwerben, die am oberen Ende seines persönlichen Limits steht. Welche Immobilie wird dieser Interessent eher erwerben, die liebevoll gestaltete, die seinen Vorstellungen am ehesten entspricht oder eine, bei der sichtbar ist, dass der Verkäufer sich kaum Gedanken über die potentiellen Bedürfnisse seines Kunden gemacht hat.